Welche Leistungen umfasst eine Gebäude-Energieberatung PRO?

Schritt 1: Die Bestandsaufnahme

Um eine Modernisierung / Sanierung planen zu können ist eine sorgfältige Aufnahme des Bestandes notwendig. Dies geschieht beim Vor-Ort-Termin am Objekt. Alle wärmeübertragenden Bauteile wie Außenwand, Fenster, Dach, etc., werden aufgenommen und die jeweilige Bauteilkonstruktion erfasst. Ebenso werden die haustechnischen Anlagen dokumentiert.

Schritt 2: Das Vor-Ort-Gespräch

Beim Vor-Ort-Gespräch wird gemeinsam mit Ihnen (dem Eigentümer) festgelegt, mit welcher Zielsetzung die Maßnahmen zur energetischen Gebäudemodernisierung geplant werden sollen.
Im unserem Beispiel wurden folgende Vorgaben getroffen:

  • Reduzierung des Energiebedarfs durch Verbesserung der Gebäudehülle
  • Erneuerung der bestehenden Heizungsanlage durch eine Gas-Brennwertanlage
  • Erreichen des Modernisierungszieles „Neubauniveau“

Schritt 3: Die Datenverarbeitung

Die bei der Bestandsaufnahme ermittelten Daten werden mit Hilfe einer speziellen Software verarbeitet. Als Ergebnis erhalten wir Kennzahlen zum Energiebedarf des Gebäudebestands.

 

Im vorliegenden Fall ergab sich ein Primärenergiebedarf von 311 kwh/m²a, was als verbesserungsbedürftig einzuordnen ist.

Schritt 4: Die Varianten

Als nächster Schritt werden die Maßnahmenpakete (=Varianten) zusammengestellt. Mit Hilfe der Software werden die zum Erreichen des Modernisierungszieles erforderlichen Maßnahmen simuliert und in Maßnahmenpaketen zusammengestellt. Gleichzeitig werden die veränderten Bauteile auf ihre bauphysikalische Verträglichkeit, wie z.B. Feuchteschutz, überprüft.

Folgende Varianten wurden vorgeschlagen:

Variante 1:

  • Dämmung der Außenwand mit 140mm WLG 035
  • Austausch der alten Fensterelemente gegen U-Wert 1,0
  • Kellerdecke unterseitig dämmen mit 120mm WLG 035
  • Dämmung des Daches mit 160mm WLG 025
  • Neuer Wärmeerzeuger Gas-Brennwertanlage

Variante 2:

  • Dämmung der Außenwand mit 140mm WLG 040
  • Austausch der alten Fensterelemente gegen U-Wert 1,0
  • Kellerdecke unterseitig dämmen mit 120mm WLG 035
  • Dämmung der Obergeschossdecke mit 240mm WLG 035
  • Neuer Wärmeerzeuger Gas-Brennwertanlage

Die Simulation der Varianten wird zusätzlich in Grafiken dargestellt.
Die folgenden Grafiken finden sich im eingestellten Beratungsbericht wieder.
Dort sehen Sie diese auch erläutert.

Parallel zur Ausarbeitung der Modernisierungsmaßnamen werden die geschätzten Baukosten ermittelt. Hieraus errechnen sich die dargestellten Amortisationszeiten der Modernisierungsvarianten.

Schritt 5: Der Beratungsbericht

Alle Daten des bestehenden Gebäudes und die Auswirkungen der Varianten werden in einem ausführlichen Beratungsbericht dargestellt.
Der Eigentümer erhält so einen umfassenden Überblick und eine Vielzahl an Hinweisen und Entscheidungshilfen.

Schritt 6: Das Beratungsgespräch

Der Energieberater übergibt den Beratungsbericht und erläutert diesen.
Der Eigentümer erhält umfassende Kenntnis zum energetischen Zustand des Gebäudebestandes sowie den Auswirkungen der simulierten Modernisierungsvarianten.
Weiterhin informiert der Energieberater an dieser Stelle konkret über das Angebot an Fördermitteln und zinsgünstigen Darlehen.

Sofern der Eigentümer die Modernisierung nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt durchführen möchte, endet hier die Gebäude-Energieberatung.

Schritt 7: Die Durchführung

Im vorliegenden Fall hat sich der Eigentümer zur Durchführung der Variante 2 entschieden.

Wir haben den Eigentümer bei der Modernisierung begleitet, bei der Auswahl der Baustoffe beraten und die erforderlichen Bestätigungen erstellt.

Die gesamte Modernisierung wurde über das CO2- Gebäudesanierungsprogramm bei der KfW-Bank finanziert. Vom BAFA wurde ein Zuschuss zur Heizungsanlage gewährt.

Durch Erreichen des Sanierungszieles „Neubauniveau“ wurde von der KfW-Bank ein Tilgungszuschuss in Höhe von 5% der Sanierungskosten vom Darlehen in Abzug gebracht.

Die Kosten der Gebäudemodernisierung belasten nach Aussage des Eigentümers weder diesen selbst noch die Mieter. Die durch die Modernisierung erzielten Einsparungen bei den Energiekosten decken die Finanzierungskosten mit Zins- und Tilgungsleistungen vollständig ab (kalkuliert auf eine Laufzeit von 15 Jahren).

Das Ergebnis:

Das Ergebnis kann als ein gelungenes Beispiel einer „energetischen Gebäudesanierung“ bezeichnet werden. Das Gebäude ist nach der Sanierung energetisch als „sehr gut“ einzustufen und erstrahlt zudem auch in neuem Glanz.
Abschließend sehen Sie die Einordnung der Kennzahlen nach der Modernisierung.

EnergieberatungPro


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